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Registrierkassenpflicht



Ein großes Thema ist derzeit die Registrierkassen-
pflicht welche zurzeit in aller Munde ist.

 

Um Sie auf den aktuellen Stand der Dinge zu bringen, hier die Informationen.

Vorweg möchten wir anmerken, dass es zwei verschiedene Neuerungen
gibt, die nur auf den ersten Blick zusammen hängen, nämlich die 

  • Registrierkassenpflicht und die

  • Belegerteilungsverpflichtung

 

Beide Neuerungen sind unabhängig voneinander
zu betrachten!

Auch wenn Sie eventuell keine Registrierkasse brauchen,
die Belegerteilungsverpflichtung kann Sie jedoch trotzdem betreffen.

 

Gemäß dem Beschluss des Nationalrates müssen ab 1.1.2016 Betriebe
alle Bareinnahmen einzeln
erfassen. Der Begriff Barumsätze umfasst
auch Zahlungen per Bankomat- oder Kreditkarte, PayPal und die Hingabe
von Barschecks oder Gutscheinen und betrifft auch Umsätze aus
Hilfsgeschäften (zB Verkauf Firmenfahrzeug, Verkauf von Büromöbel
usw.).

 

 

Registrierkassenpflicht

 

Wer braucht in Zukunft eine Registrierkasse?

Wenn sie wissen wollen, ob Ihr Unternehmen von der Registrierkassenpflicht
betroffen ist, muss folgendes geprüft werden:
 

  • Ist der Jahresumsatz höher als € 15.000,00?

  • Werden Barumsätze (Bargeld, Bankomat, PayPal, Kreditkarten,
    Gutscheine) von über € 7.500,00 erzielt?

Wenn beide Fragen mit JA beantwortet werden, benötigen Sie eine
elektronische Registrierkasse.

  

Ab wann besteht die Registrierkassenpflicht?

Grundsätzlich ab 1.1.2016.

Ab dem erstmaligen Überschreiten der oben genannten Grenzen muss der
Unternehmer mit Beginn des viertfolgenden Monats ein geeignetes
Kassensystem haben.

Beispiel:
Erstmaliges Überschreiten der Gesamtumsatzgrenze (€ 15.000,00) und
Barumsatzgrenze (€ 7.500,00) im November 2015 (Jänner bis November
€ 16.000,00 Umsatz, davon mehr als € 7.500,00 bar). Es besteht die
Registrierkassenverpflichtung ab 1.3.2016 (bei einem monatlichen  Umsatz-
steuervoranmeldungszeitraum im Falle eines vierteljährlichen Umsatzsteuer-
voranmeldungszeitraums besteht die Verpflichtung ab 1.4.2016).


Welche Registrierkasse benötigen Sie?

Die elektronische Registrierkasse ist durch eine technische Sicherheits-
einrichtung gegen Manipulation (Manipulationsschutz) zu schützen. Dabei
ist die Unveränderbarkeit der Aufzeichnungen durch kryptographische
Signatur jedes Barumsatzes, dem Steuerpflichtigen zugeordneten Signatur-
erstellungseinheit, zu gewährleisten.

Der Manipulationsschutz ist zwar erst ab 1.1.2017 zwingend vorgeschrieben,
falls Sie jedoch bereits jetzt eine Registrierkasse benötigen, lassen Sie sich
vom Softwarehersteller garantieren, dass die Software mittels eines
Softwareupdates auf gesetzeskonformen Stand gebracht werden kann.

Tipp: Geplant sind auch Kassensysteme, die über Smartphone, Tablet
und Touchscreen bedient werden können.

 

 

Gibt es Ausnahmen von der Registrierkassenpflicht?

Ja, es gibt folgende Ausnahmen: 

  • Kalte-Hände-Regelung:

    Dies Betrifft Umsätze an öffentlichen Orten die in nicht fest
    umschlossenen Räumlichkeiten (zB Marktstände) ausgeführt werden.

    Diese bleiben auch weiterhin von der Registrierkassenpflicht
    ausgenommen, wenn der Jahresumsatz von € 30.000,00 nicht
    überschritten wird.

  • Sonderregelung für mobile Dienstleister (zB mobile Friseure, Masseure,
    Trainer, Tierärzte ..), die nicht unter die Kalte-Hände-Regelung fallen:
    diese dürfen einen handschriftlichen Beleg ausstellen. Die Paragon-
    durchschrift muss allerdings nach Rückkehr an den Betriebsort ohne
    unnötigen Aufschub in die Registrierkasse eingegeben werden.

  • Es wird teilweise Ausnahmen geben für gemeinnützige Vereine (kleines
    Vereinsfest), Webshops, Automaten, Land- und Forstwirte diese
    Ausnahmen werden aber noch durch Verordnung konkretisiert.

 

Müssen Sie die Kosten zur Gänze selbst tragen?

Um den Unternehmen die Anschaffung zu erleichtern, wird es eine
Anschaffungsprämie von € 200,00 pro Gerät geben.

Die Kosten für die Registrierkassen können voraussichtlich sofort abge-
schrieben  werden, d.h. sie müssen nicht über eine Nutzungsdauer
verteilt werden. Ob dies auf 2016 begrenzt wird ist noch offen.

 


Belegerteilungsverpflichtung

 

Unabhängig von der Registrierkassenpflicht besteht für jeden Betrieb ab
1.1.2016 die Verpflichtung bei Barzahlungen einen Beleg (muss nicht eine
Rechnung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes sein) zu erstellen und dem
Käufer auszuhändigen.

Dieser muss den Beleg entgegennehmen und bis außerhalb der
Geschäftsräumlichkeiten für Zwecke der Kontrolle durch die Finanz-
verwaltung mitnehmen. Jeder Beleg muss folgenden Inhalt aufweisen:

  • Bezeichnung des leistenden/liefernden Unternehmens

  • Fortlaufende Nummer

  • Tag der Belegausstellung

  • Menge und handelsübliche Bezeichnung der Waren oder Dienstleistung

  • Betrag der Bezahlung

  • Bei Verwendung von elektronischen Kassen:
    Kassenidentifikationsnummer, Datum und Uhrzeit der Belegausstellung,
    Betrag der Barzahlung nach Steuersätzen getrennt, maschinenlesbarer
    Code (der letzte Punkt ist gerade in Begutachtung und daher noch nicht
    endgültig beschlossen!).

Vom Beleg muss der Unternehmer eine Durchschrift oder elektronische
Abspeicherung machen und wie alle Buchhaltungsunterlagen sieben Jahre
aufbewahren.

 

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt und ohne Gewähr.

(Stand 24.08.2015)